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Geschichte des Kassel-Relais DB0XE von Ralf Klusmann - DJ1XJ
2. Der Umzug nach Elfbuchen

Nachdem das Relais einige Monate auf der Hasenhecke in Betrieb war, stellte sich heraus, dass die Reichweite zu wünschen übrig ließ. Deshalb suchten wir nach einem neuen Standort. Wir fuhren zunächst zu der Gastwirtschaft, die neben dem Herkules in einer Holzbaracke untergebracht war und fragten den Wirt, ob er eine Möglichkeit sähe, das Relais im Bereich des Herkules-Denkmals aufzubauen. Er meinte, dass dies aus Denkmalschutzgründen wahrscheinlich nicht genehmigt würde. Er empfahl uns, zur Gaststätte Elfbuchen zu fahren und mit dem Besitzer, Herrn Fischer, zu sprechen. Das taten wir und waren von dem Verständnis für die Funkamateure überrascht, das uns entgegengebracht wurde.

Wir fragten, ob wir das Relais auf dem Dachboden der Wirtschaft unterbringen dürften. Dieser Wunsch wurde uns erfüllt. Eine Antenne durften wir auf dem Dach unmittelbar über dem Relaisstandort anbringen.

Wir mussten auch hier erst wieder einen Stromanschluss schaffen, was aber in Teamarbeit keine Schwierigkeiten bereitete. Viel schlimmer war, dass man sich auf dem Dachboden nur in geduckter Stellung aufhalten konnte. Außerdem waren die Temperaturunterschiede sehr groß. Im Winter erfroren wir dort fast, im Sommer wurden wir gebraten.

Da das Relais in der Anfangszeit sehr störanfällig war, mussten wir sehr oft bei jeder Witterung dorthin, um eine Reparatur oder Veränderung vorzunehmen. Das wurde auf die Dauer sehr lästig, so dass wir ausloteten, ob eine Möglichkeit bestünde, auf den Elfbuchenturm zu gehen. Unsere Bemühungen beim Forstamt Kassel hatten Erfolg, so dass wir sehr bald in den Turm umziehen konnten. Mit dem Forstamt Kassel wurde am 23.06.80 ein Vertrag über die Benutzung des Aussichtsturmes „Elfbuchen“ zur Errichtung und zum Betrieb einer Amateurrelaisfunkstelle abgeschlossen. Die Gestattungsgebühr betrug zu diesem Zeitpunkt 10,00 DM pro Jahr.

Dies war jedoch wieder einmal mit Knochenarbeit verbunden, denn es musste zunächst eine Kammer unter der Wendeltreppe geschaffen werden, sowie ein Antennenmast oben auf dem Turm errichtet werden. Weiterhin brauchten wir wieder einen Stromanschluss, den wir dadurch schafften, dass wir einen Graben von der Wirtschaft zum Turm gruben, um ein Kabel hineinzulegen. Das hört sich sehr leicht an, war aber mit sehr großen Schwierigkeiten verbunden, da der Boden fast nur aus Steinen und gewachsenen Felsen bestand. Ferner musste noch ein Erdungsband bis in den angrenzenden Wald verlegt werden.
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